Wirtschaft und Soziales

Auswandern in die Schweiz –Von der Krankenkasse bis zum Kredit

Neben einigen anderen Länder gilt die Schweiz bei den Deutschen als beliebtes Auswanderungsland. Es ist nicht nur die Natur und die herrlichen Landschaften in der Schweiz, die locken. Die Schweiz ist auch ein Steuerparadies. Die Mehrwertsteuer und die Einkommensteuer sind in der Schweiz sehr niedrig und die Gehälter sind höher als in Deutschland, die Lebenshaltungskosten eben auch. In Bezug auf eine Veränderung von Kultur und Lebensweise geht ein Auswanderer in der Schweiz ein eher geringes Risiko ein. In der Schweiz wird zum Teil auch Deutsch gesprochen, aber auch Italienisch, Rätoromanisch und Französisch. Die Schweiz grenzt zudem an Deutschland. Die Heimat ist somit recht nah, was Heimweh erträglicher macht bzw. Heimweh erst gar nicht aufkommen lässt. Es ist als Deutscher zumindest von Vorteil noch Französisch oder Italienisch zu beherrschen.

Typisches Einwanderungsland

Die Schweiz ist ein typisches Einwanderungsland. Rund 20 Prozent der Einwohner sind Ausländer. Diese können in den Arbeitsmarkt gut integriert werden, wenn Sie Arbeit in den Bereichen Maschinenbau, chemische Industrie und im Dienstleistungssektor suchen. Diese drei Branchen beherrschen zu Dreiviertel den gesamten Arbeitsmarkt der Schweiz. Trotz der Offenheit der Schweiz und Erfahrung mit ausländischen Arbeitskräften gibt es eine ganze Reihe von Voraussetzungen für ein unbegrenztes Visum für die Schweiz.

Voraussetzungen unbegrenztes Visum

Wer in die Schweiz einwandern möchte, der muss einige Voraussetzungen erfüllen, um ein unbegrenztes Visum zu erhalten. Hierzu gehört unter anderem, dass sich der Auswanderer innerhalb von acht Tagen bei der Wohngemeinde meldet. Dafür erforderlich sind ein gültiger Pass, die Geburtsurkunde sowie der Nachweis, dass eine Krankenversicherung abgeschlossen wurde. Mitgebracht werden müssen auch ein Passfoto sowie der Nachweis vom Arbeitgeber über die Erwerbstätigkeit. Dies gilt, wenn eine ganze Familie in die Schweiz zieht, natürlich nur für den Hauptverdiener der Familie.

Krankenversicherung nötig

Bei der Suche nach einer passenden Krankenversicherung sollte der Auswanderer wissen, dass die Struktur etwas anders ist, als in Deutschland. Es gibt in der Schweiz eine Grundsicherung. Die Kosten dafür sind bei jeder Versicherungsgesellschaft gleich. Das heißt, es gibt eine Einheitsprämie. Es gibt hier allerdings je nach Kanton bzw. Region Prämienregionen und auch die verschiedenen Altersgruppen zahlen unterschiedlich hohe Prämien. Die Höhe der Prämie ist letztlich auch abhängig von der gewählten Selbstbeteiligung. Eine Zusatzversicherung kann ebenfalls abgeschlossen werden. Eine Krankenversicherung ist für jeden Bürger, der in der Schweiz lebt im Übrigen verpflichtend und für ein Visum eben nötig.

Bankkonto eröffnen

Die Eröffnung von einem Bankkonto in der Schweiz ist kein Problem. Um ein Bankkonto zu eröffnen, muss der Auswanderer nicht persönlich bei der Bank vorstellig werden. Dies trifft jedenfalls auf die meisten Banken zu.

Schweizer Kredite

Wer womöglich einen Kredit in Deutschland aufgenommen hat und vor dessen Tilgung auswandern möchte, der befindet sich in einer verzwickten Ausgangslage. Auswandern in die Schweiz mit einem im Ausland laufenden Kredit ist grundsätzlich möglich. Es gibt jedoch einige Einschränkungen. So erhält der Auswanderer bei einer angestrebten selbständigen Erwerbstätigkeit in der Schweiz mit Schulden keine Aufenthaltsbewilligung. Als Arbeitnehmer ist dies möglich. Wer einen Kredit in der Schweiz aufnehmen möchte sollte den Gidu Kreditvergleich besuchen.

Lebensversicherung

Als Einwanderer kann in der Schweiz natürlich eine Lebensversicherung abgeschlossen werden. Je nach Sparziel bzw. Lebenssituation ist eine Lebensversicherung eine gute Wahl. Denn damit wird sowohl das Bedürfnis nach einer Risikoabsicherung, wie auch nach finanzieller Vorsorge gedeckt. In der Schweiz wird ein Säule-3a-Konto angeboten. Durch dieses reduziert sich auch die jährliche Steuerrechnung. Maximal liegt der Betrag Einzahlungen bei jährlich 6768 CHF für Privatpersonen und bei 33840 CHF für Selbständige.

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