Wirtschaft und Soziales

Mit diesen Tipps investieren Sie wie ein Milliardär

Sie wissen, wie es den ultrareichen Menschen dieser Welt geht – es geht ihnen hervorragend. Einer der Gründe ist, dass solche Menschen Family Offices und somit auch engagierte Bankiers nutzen, die aus der ganzen Welt mit ihrer Erfahrung glänzen. So können die bereits vorhandenen Mittel intern in die private Vermögensverwaltungsgesellschaft sinnvoll investiert werden.

Weil die Tätigkeit allerdings recht kompliziert ist, gibt es wenige davon. Schätzungen zufolge betrug die Zahl der US-amerikanischen Family Offices zwischen 5.500 bis 6.500 im letzten Jahr, diese waren im Durchschnitt mit drei Personen pro Büro bestückt.

Die Schweizer Bank UBS veröffentlicht seit fünf Jahren jährlich einen Bericht über die weltweiten Family Offices. Besonders interessant war die Ausgabe vom Jahr 2018. In dieser gab es 25 hochwertige Interviews und 311 online Umfragen, die aufgezeigt haben, dass Family Offices richtig boomen.

Im Durchschnitt beträgt die Portfoliorendite im Jahr 2017 15,5 %, im Vorjahr waren es nur 7 %. Die durchschnittliche Höhe von jedem einzelnen Familiy Office beträgt 808 Millionen Dollar an Vermögenswerten. Diese Zahl ist beträchtlich.

Im Durchschnitt beträgt nämlich der Nettowert jeder Familie 1,1 Milliarden Dollar. Deshalb ist es interessant, wie das Geld investiert werden kann, wenn Sie die Immobilien und die Renditen hinzuziehen.

Einerseits ist eine Rendite von 15,5 % zwar sehr gut, diese liegt allerdings unter der Rendite von S&P 500 mit 21,8 % im vergangenen Jahr. Die Anlagen in Aktien betragen bei Family Offices nur 28 %. D.h. nichts anderes, als ein gut diversifiziertes Portfolio.

Private Equitiy ist nach typischen Quellen, wie zum Beispiel festverzinslichen Wertpapieren und Aktien daher mit 21,6 % besonders wichtig. Es ist nicht einfach, öffentliche und private Investitionen für einen Vergleich heranzuziehen. Es ist aber sehr wohl möglich, einen Einblick zu bekommen. Sämtliche Daten deuten darauf hin, dass mit Private Equity im Laufe der Zeit höhere Renditen winken, als zum Beispiel bei öffentlichen Aktien.

Laut dem American Investment Council weist auch in Hinblick auf höheren Renditen für 163 US Pensionsfonds hin. PE-Fonds stellen aber für kleinere Investoren einige Risiken dar, wie zum Beispiel, dass bei dieser Variante nicht beliebig oft ausgeschöpft werden kann.

Ca. 50 % der Family Offices investieren auch in den kommenden zwölf Monaten laut UBS verstärkt in Private Equity Direktanlagen. Blackstone ist auf der ganzen Welt der größte Manager von Immobilien und Private Equity. Aus dieser Richtung wird angenommen, dass es bis zum Jahr 2026 bis zu 1 Billion Dollar an verwalteten Vermögen sein könnten.

Die nächst größte Investition sind Immobilienanteile mit einem Prozentsatz von 18,1 %. Sehr viele Familien haben auf der ganzen Welt Wohnhäuser und Geschäftshäuser gekauft. Beispiele sind: Gebäude in London, New York, Paris und dergleichen. Dies sagte ein Partner von einem Family Office gegenüber der UBS. Diese Aussage spiegelt die Anlagen im Zeitraum von 7-9 Jahren wieder.

Die Immobilienpreise sind seit der Finanzkrise in den weltweit größten Städten stark gestiegen. Der Anstieg war so groß, dass sich die Menschen sogar Sorgen um große Städte, wie zum Beispiel Hongkong und ähnliche machen. Deshalb wird versucht, ausländische Investitionen in Immobilien zu verhindern.

Aber Familiy Offices streben bei Private Equity eine höhere Rendite über einen längeren Zeitraum an, als es im Vergleich zu den meisten anderen Aktienanlegern aussieht.

Bedenken auch Sie immer die Kosten für Ihre Investitionen.

Sehr viele andere Investoren sind quasi das Vorbild von Family Offices, so dass beispielsweise Hedgefonds reduziert werden. Diese Zuteilung beträgt nur 5,7 % und liegt damit um 3,2 Prozentpunkte unter dem vorigen Jahr. Hedgefonds setzen auf Rückgänge, bzw. auf Kursgewinne bei Aktien.

Ein angesehener Vermögensberater eines Baseler Family Office verlautbarte, dass Hedgefonds einerseits teuer sind, andererseits aber auch nicht liquide. Sie haben einfach zu wenig Transparenz.

Interessant ist aber ganz besonders, dass in der großen Welt der Aktien in letzter Zeit die Gebühren über einen längeren Zeitraum hinweg recht deutlich gesunken sind. Im Vergleich dazu sind Hedgefonds allerdings nur wenig gesunken, sind aber immer noch vertreten. Trotzdem schaffen viele Hedgefonds keinen Verdienst von 20 %.

Ihre eigenen Geldanlagen wählen

Eine besonders interessante Geschichte ist der Anstieg der passiven Investitionen. Für viele Anleger war es immer schwierig, zu erkennen, welche einzelnen Aktien sie am besten auswählen sollten. Stattdessen investieren solche Leute Geld in preiswerte Indexfonds, welche nach dem Standard Benchmark gehen. Exchange Traded Funds (ETFs) und Investmentfonds verfügen heute über Billionen von Vermögenswerten und 3,3 Millionen weltweit. Das ist 70 mal mehr, als die Anzahl der Unternehmen, die an der Börse notieren.

Bargeld hat einen Hohen Stellenwert

Family Offices halten ganze 7 % an Investitionen in Bargeld, was der größte Vorteil ist. Diese Menge ist beträchtlich. Das ist sehr viel, was auf die Seite gelegt wird, obwohl damit fast nichts verdient werden kann. Im Vergleich sind das sogar 3,9 Prozentpunkte weniger, als im vorigen Jahr.

„Ein unvorhersehbarer massiver Marktrückgang wäre allerdings das große Risiko. In einem solchen Fall würde eine derartige Menge an Bargeld gebraucht werden, auf das zurückgegriffen werden kann.“ – So ein leitender Vermögensberater. Dagegen wird immer wieder stark angekämpft.

Einerseits konzentrieren sich Family Offices also auf Renditen, andererseits aber auch auf den Schutz des Vermögens – und niemand möchte Geld verlieren.

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